Das große, gute Federbett kennt man oftmals von den Großeltern. Auch bei sehr niedrigen Temperaturen im Schlafzimmer hält und hielt solch eine Bettdecke aus Gänsefedern den Schlafenden schön warm. Hier und da piekst(e) sicherlich mal ein Federkiel, was heutzutage bei entsprechend festen Bezügen aber eher unkritisch ist. Federbetten sind schwerer als Daunendecken oder mit syntetischen Fasern gefüllten Oberbetten. Manche mögen sowas nicht, andere schwören darauf und brauchen regelrecht etwas Gewicht auf dem Körper beim Schlaf.

Was sind Federn und welchen Unterschied gibt es zu der Daune?

Federn und Daunen unterscheiden sich sehr deutlich voneinander. Es ist oft so, dass viele beides auf eine Stufe stellen und grundsätzlich von einem Federbett sprechen, auch wenn Daunen enthalten sind. Daunen sind das Untergefieder von Gänsen und Enten, von Federn spricht man, wenn es sich um sichtbare Federkleider von Vögeln handelt. Einen deutlichen Unterschied macht dabei der Kiel. Dieser befindet sich in der Mitte der Feder und ist sowohl gut sichtbar, als auch spürbar. Deshalb gilt die Feder als etwas Hartes im Vergleich zur Daune, die keinen Kiel besitzt und somit viel weicher ist und weniger Gewicht hat.

Welche Feder wird für ein Federbett verwendet?

Für die Füllung von Bettdecken werden Federn von Enten und Gänsen verwendet. Eine Entenfeder verläuft spitz oder in Strahlenform, ist stark gebogen und sehr zierlich. Die Gänsefeder hingegen sieht auf den ersten Blick aus, als hätte man sie abgeschnitten. Sie ist jedoch auch stark gebogen und hat einen runden und stumpfen Kiel.

Lohnt sich ein Bett mit einem hohen bzw. reinen Federanteil?

Eine Beimischung von Daunen ist sehr wichtig, denn diese sind leicht und wärmen ideal. Sie können die Temperatur ausgleichen und fühlen sich von allen Deckenarten am “Kuscheligsten” an. Federn hingegen können das nicht. Sie sind eher dazu da, um das Gewicht der Decke zu erhöhen, ebenso die Füllmenge. Eine richtig gute Decke ist zu 100% mit Daunen gefüllt, eigentlich spricht man eher bei Federn von einer Beimischung. Je höher der Daunenanteil, umso höher liegt die Decke im Preis. Das ist im ersten Moment zwar viel, man investiert hier jedoch für 20 Jahre und sogar mehr, wenn man sie gut pflegt.

Worauf muss man bei einer Daunen-Feder-Mischung achten?

Grundsätzlich gilt: Je höher der Anteil der Daunen, umso besser ist die Decke. Eine Decke, die zu 100% mit Daunen gefüllt ist, ist sehr leicht, warm und reguliert die Wärme am besten. Ist die reine Daunendecke zu teuer, kann man auf eine Decke mit 90% Daunen und 10% Federn zurückgreifen. Bei einem Verhältnis von 60% Daunen und 40% Federn sollte Schluss sein. In diesem Fall lohnt es sich aber, sich eine Alternative zeigen zu lassen, z.B. eine Bettdecke mit synthetischen Fasern.

Eine reine Daunendecke ist in der Regel mit einer dünnen Hülle ausgestattet. Diese lässt den Schweiß, der im Schlaf verdampft, problemlos durch und die Temperatur wird optimal ausgeglichen. Bei einem Daunen-Feder-Gemisch ist die Hülle dicker, da die Kiele sonst spürbar sind. Die Daune hat durch diesen weniger Wirkung und die Decke wärmt nicht so gut wie eine reine Daunendecke. Weiterhin sollte man bedenken, dass die Decke mit Federn schwerer ist. Das Gefühl der Leichtigkeit, auf die Daunenliebhaber schwören, ist hier also nicht vorhanden.

Sind Federbetten für Allergiker geeignet?

Kann eine Federn- und Daunenallergie ausgeschlossen werden, ist die Benutzung von Federbetten kein Problem. Bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben können spezielle Bezüge, auch Encasings genannt, genutzt werden. Bevor das Bett bezogen wird, überzieht man Matratze, Kissen und Decke mit diesen Spezialbezügen, die ein Eindringen der Hausstaubmilben verhindern. Die Atmungsaktivität bleibt jedoch weiterhin bestehen.

Die Vor- und Nachteile eines Federbetts

Vorteile Nachteile
Je höher der Anteil an Federn, umso günstiger ist die Decke in der Regel. Nicht sehr pflegeleicht, da für die Reinigung eine große Waschmaschine und ein Trockner benötigt werden. Empfehlung ist hier eine spezielle Bettfedern-Reinigung, bei der die Federn einem besonderen und schonenden Trocknungsverfahren unterliegen.
Die Decke wird durch Federn schwerer, ein Vorteil für diejenigen, die das Gewicht beim Schlafen mögen. Die Hülle von Decken, die einen Federanteil haben, sind aufgrund der Kiele dicker, die Daunen können sich dadurch nicht entfalten und eine optimale Wärmeregulierung kann nicht stattfinden.
Die Decke wird durch Federn schwerer, ein Vorteil für diejenigen, die das Gewicht beim Schlafen mögen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Tier lebendig gerupft wurde. Auch wenn es verboten ist, passiert es immer wieder – vor allem in produzierenden Ländern wie China. Beim Kauf kann aber jeder selbst darauf achten und auf Federbetten aus Lebendrupf verzichten.